Praxis-Ratgeber
Lüften oder Fenster zu? Innen- und Außenluft richtig vergleichen
Warum relative Prozentwerte täuschen können und die absolute Feuchte die bessere Lüftungsentscheidung liefert.
Warum 70 % draußen nicht automatisch feuchter sind
Warme Luft kann deutlich mehr Wasserdampf aufnehmen als kalte Luft. Deshalb können 70 % relative Feuchte bei 5 °C weniger Wasser enthalten als 55 % bei 21 °C. Beim Lüften zählt für den Feuchteabtransport der Vergleich der absoluten Feuchte in g/m³.
Die praktische Entscheidung
Berechne Innen- und Außenwert. Ist die absolute Feuchte draußen niedriger, kann Lüften den Raum trocknen. Ist sie höher, trägst du rechnerisch Feuchte ein. Wind, Lüftungsdauer und Speichermassen beeinflussen die tatsächliche Wirkung.
Keller im Sommer
Kühle Keller sind besonders kritisch: Warme Außenluft kühlt an Kellerflächen ab, ihre relative Feuchte steigt und Wasser kann kondensieren. Deshalb nicht nach Gefühl oder nur nach Außentemperatur entscheiden.
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